Internationaler Tag der indigenen Völker | So leben sie wirklich

indigenen Völker

9. August, Internationaler Tag der indigenen Völker. An diesem Tag fand im Jahr 1992 die erste Versammlung der Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen über indigene Völker statt.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen entschied, dass während des Internationalen Jahrzehnts der indigenen Völker der Welt jedes Jahr am 9. August der Internationale Tag der indigenen Völker begangen werden soll.

Historisches Erbe und Tradition 

Historisches Erbe und Tradition

Abgesehen von ihrer bedeutenden sprachlichen und kulturellen Diversität sind die indigenen Völker Träger der Bräuche und Traditionen ihrer Vorfahren. Dies hat die Mehrheit der indigenen Völker gemeinsam, die trotz ihrer kulturellen Vielfalt und Diversität viele wichtige Aspekte – und Kämpfe miteinander teilen. 

Trotz der Verschiedenheiten zwischen den zahlreichen Urvölkern der Welt, ist deren Beziehung zu ihrem Lebensgebiet und ihrer Umwelt es als besondere Gemeinsamkeit hervorzuheben, welchen den meisten indigenen Völkern unserer Erde gemeinsam sind. Ebenso wie der Wille zur Erhaltung ihrer Organisationsformen, ihrer kulturellen, sozialen und ökonomischen Werthaltungen, die sich oftmals von jenen der Gesellschaften, in welchen sie leben, unterscheiden. Vielleicht interessiert es Sie, eine Reise auf den Spuren der Ahnen der Inkas zu machen.

Wir müssen ein Bewusstsein über die Situation der Indigenen schaffen

Wir müssen ein Bewusstsein über die Situation der Indigenen schaffen

Die Internationale Gemeinschaft hat erkannt, dass es besonderer Maßnahmen bedarf, um ihre Rechte, Kulturen und Lebensformen zu erhalten. Dieser Internationale Tag der indigenen Völker ist eine Möglichkeit, ein Bewusstsein über ihre prekäre Situation zu schaffen.

Trotz ihrer Vielfalt sehen sich die indigenen Völker ähnlichen Problemen gegenüber, wenn es um den Kampf um ihre Anerkennung und den Schutz ihrer Grundrechte geht. Heute finden sich die indigenen Völker ohne Zweifel unter den verletzlichsten und am meisten bedrohten Bevölkerungsgruppen der Welt.

Es sind diese Völker und ihre Gebiete, die am stärksten den negativen Einfluss eines Entwicklungsmodells gespürt haben, das seit mehr als 500 Jahren auf Verdrängung beruht. Als Folge des Verlustes ihrer Gebiete, Grundstücke und Ressourcen aufgrund von Landentwicklung und anderen Zwängen, migrieren viele indigene Völker in städtische Gebiete auf der Suche nach Arbeit, Ausbildung und einem besseren Leben. 

Migration und Mobilität als folgenreiche Probleme

Sie wandern auch zwischen Ländern, um Kriegen, Verfolgung und den Auswirkungen des Klimawandels zu entgehen. Viele soziale, Non-Profit und staatliche Organisationen haben verschiedene Programme ins Leben gerufen, die sich mit den Themen Migration und Mobilität, welche für indigene Völker relevant sind, beschäftigen. Sie zentrieren ihre Arbeit auch auf Fragen der Inklusion und Diversität, um sämtliche Formen der Diskrimination zu bekämpfen.

Der Internationale Tag der indigenen Völker des Jahres 2018 legte den Fokus auf Migration und Mobilität der indigenen Völker. In diesem Jahr, 2019, wird er den in der Vergangenheit verdrängten und marginalisierten Sprachen der Urvölker in allen Teilen der Welt gewidmet sein. Ziel der Initiative ist es, die öffentliche Meinung in Bezug auf die Risiken zu sensibilisieren, denen sich diese Sprachen ausgesetzt sehen, und deren Wert für den Kulturtransfer, als Wissenssysteme und für die Lebensformen dieser Völker aufzuzeigen.

Die indigenen Völker stellen eine Gruppe mit hoher Vielfalt dar: Mehr als 5.000 verschiedene Gruppen in etwa 90 Ländern. Jede indigene Sprache ist stark mit ihrer zugehörigen Kultur verknüpft. In vielen Fällen verschwinden diese Kulturen nach und nach als Folge von Land-Aneignung („Land Grabbing“), Konflikten, Klimawandel und Projekten zur wirtschaftlichen Entwicklung, welche deren traditionelle Lebensformen beeinflussen.

Muttersprache als Träger der Kultur

Muttersprache als Träger der Kultur

Die externen Einflüsse spielen ebenso eine wichtige Rolle. Die Anzahl der Kinder, die indigene Sprachen von ihren Eltern oder Großeltern lernen, nimmt stetig ab Das bedeutet, dass oft nur noch die älteren Generationen die Sprachen sprechen, und dies würde schließlich zu deren Aussterben führen.

Die Mehrzahl der 7.000 Sprachen, die auf der Welt gesprochen werden, können zu jenen der indigenen Völker gezählt werden. Alle sind sie Speicher und Träger der Kultur, der Geschichte, des Wissens, der Werte und der Identität dieser Völker. Ihr Verlust bedeutet eine Verarmung für die Menschheit in ihrer Gesamtheit. 

Das große Problem der Gemeinschaften und für die Menschheit ist der Umstand, dass ihre Muttersprache nicht an die nächsten Generationen und Gemeinschaften weitergegeben wird. Wenn die indigenen Sprachen verschwinden, verschwindet ein integraler Bestandteil der Kultur der indigenen Völker mit ihnen.

2019 – Internationales Jahr der indigenen Sprachen 

Aus diesem Grund ist dieses Jahr der Internationale Tag der indigenen Völker den indigenen Sprachen gewidmet, mit dem Ziel, ihre Sprachen zu erhalten und die Staaten dazu zu bringen, Gesetzesinitiativen zu starten und politische Entscheidungen zu treffen, um ihre Rechte zu garantieren und zu schützen. Es geht auch darum, der Menschheit den Wert dieser sprachlichen Diversität zu verdeutlichen und so das Überleben aller indigenen Sprachen zu sichern.

Die indigene Bevölkerung umfasst etwa 370 Millionen Personen, das heißt mehr als 5 % der Weltbevölkerung. Trotzdem finden sich diese Menschen unter den am meisten benachteiligten und verletzlichsten Völkern und machen 15 % der Ärmsten der Welt aus.

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